Praxis für Systemische
Gesprächs- und Traumatherapie / EMDR

Familienberatung / Therapie


Die Familientherapie ist eine Form von Psychotherapie, die in der Interaktion von Angehörigen ansetzt und eine Veränderung der zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen diesen anstrebt. Durch diese Veränderungen kann es möglich werden, Verhaltensauffälligkeiten oder psychische Störungen bei einem oder mehreren Familienmitgliedern zu lindern bzw. aufzulösen.

Die Familientherapie geht davon aus, dass der Mensch in einem sozialen Gefüge lebt, der Familie. Die Familie wird hier als „System“ betrachtet, die einzelnen Familienmitglieder sind Teile des Systems. Zwischen diesen Teilen wirken Systemkräfte, die das Verhalten und Erleben der einzelnen Systemmitglieder beeinflussen. Symptome und Erkrankungen eines Familienmitgliedes werden in der Familientherapie als Ausdruck gestörter zwischenmenschlicher Beziehungen angesehen. Der „Kranke“ in der Familie ist der „Symptomträger“, er nimmt das Symptom für die Familie stellvertretend auf sich und hält das System Familie damit im Gleichgewicht.

Ein Beispiel:

Ein Kind erlebt, dass sich die Eltern häufig streiten. Es entwickelt auffallendes Verhalten (z.B. Schulschwierigkeiten). Die Eltern erhalten dadurch die gemeinsame Aufgabe, die Schwierigkeiten d es Kindes zu bewältigen, sie streiten sich weniger über ihre Beziehung (jetzt meist nur wegen des Kindes). Geht die Störung des Kindes zurück, fehlt das gemeinsame bindende Glied zwischen den Eltern, die Eltern streiten wieder. Die Symptome treten wieder auf, die Familie stabilisiert sich wieder.

Solch gegenseitige familiäre Verstrickungen können im Rahmen einer Therapie bzw. Beratung transparent gemacht werden, um somit Veränderungen in den oft eingeschliffenen Beziehungsmustern zu initiieren. Diese Form der Beratung kann sowohl im Einzelsetting als auch mit der gesamten Familie durchgeführt werden.



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